Schalker Kreisel

 

 Kreisel
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3. (Fußball): Spielweise, bei der der Ball in direktem Zuspiel zwischen mehreren Spielern kreisend durch die Reihen der Gegner gebracht wird.

(Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache, 1978)

Berühmt wurde diese Spielweise beim FC Schalke 04, der Schalker Kreisel war der Schrecken der Gegner. Im Team um die Spieler Ernst Kuzorra und Fritz Szepan war Schalke damit einige Jahre sehr erfolgreich.

 

Zur Geschichte des Schalker Kreisels:


1920: Die Gebrüder Ballmann kommen an den Schalker Markt. Vor dem 1. Weltkrieg waren die Eltern der Ballmanns nach England ausgewandert. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden sie interniert. Während seiner Kriegsgefangenschaft lernte der Schalker Fred Kühne sie auf der Insel kennen. 

1920 werden Fred und Hans Ballmann nach Deutschland ausgewiesen. Beide sprechen kaum deutsch, als sie im Ruhrgebiet ankommen. Fred Kühne holt sie zu den Schalkern. Ernst Kuzorra später: "Die machten Fallrückzieher, Doppelpaß - sowas kannten wir alles gar nicht." Die Ballmann-Brüder führen den schottischen Flachpaß ein. Der Ball wird so flach und so schnell wie möglich zum Mitspieler weitergepaßt. Damit so etwas funktioniert, muß es ständig Mitspieler geben, die sich freilaufen. 

Der Schalker Meisterspieler Hans Bornemann faßt das Spielprinzip später zusammen: "Nicht der, der im Ballbesitz ist, bestimmt das Spiel, sondern die, die sich freilaufen, zwingen zum Abspiel." Der Schalker Kreisel ist geboren. (www.community.de/schalfi/ftp/myttext1.doc)


3. Mai 1925 - Das erste Aufeinandertreffen mit Borussia Dortmund. Die Schalker siegen 4:2. Ihre Spielweise: "Kurz und flach wandert der Ball von Mann zu Mann." So stand es in der Zeitung. Der "Schalker Kreisel" war geboren und stellte in den Folgejahren so manchen Gegner vor Probleme. (www.heidschnuckenpower.de/VereinsgeschichteSchalke.htm)


Nach den wilden Gründungsjahren wurde der Verein erst 1924 selbstständig. Dann aber ging es flott, nur zwei Jahre später schaffte man den Aufstieg in die höchste Spielklasse. Mit offensivem Kurzpassspiel, dem "Schalker Kreisel" um die polnischstämmigen Ausnahmespieler Ernst Kuzorra und Fritz Szepan, galten die Schalker als fast unschlagbar. (taz vom 5.5.2001, CHRISTOPH SCHURIAN)

 

Links:

FC Schalke 04 Die Vereinszeitung von Schalke 04 heißt Schalker Kreisel.

Auch die Vereinszeitung des 1.FC Dynamo Dresden heißt Dynamo-Kreisel.
 

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